Souveränität

Meine Unabhängigkeitserklärung

Ich erkläre mich hiermit als souveränes Individuum, dem niemand ohne meine Zustimmung Rechte und Pflichten auferlegen kann; auch nicht unter wohltönenden juristischen, moralischen oder sonstigen Begründungen. Ich unterstelle mich selbst der Verpflichtung, die Souveränität anderer Individuen im gleichen Masse anzuerkennen. Ich erkläre hiermit, dass ich nicht als Mitglied einer Vereinigung, Gemeinschaft oder Gesellschaft irgendwelcher Art gelten möchte, welcher ich nicht ausdrücklich beigetreten bin. Diese Erklärung richtet sich an alle Individuen und Gruppen jeglicher Art, insbesondere aber an kriminelle Vereinigungen und Staaten, die so tun, als ob sie mir ohne meine Zustimmung Verpflichtungen auferlegen könnten – sie fragen nicht einmal spezifisch nach meiner Zustimmung, obwohl ich allenfalls sogar aus eigenem Interesse oder im Sinne meines freien und freiwilligen Beitrags zum Gemeingut hätte zustimmen können. Dieser Umstand wird auch nicht durch die sogenannte Demokratie geheilt – im Gegenteil: durch das alles dominierende Majoritätsprinzip ohne Qualifikationserfordernisse an die Stimmberechtigten können niedere Beweggründe wie Neid, Missgunst und andere Ressentiments ‚bewirtschaftet‘ werden, die – ganz ‚legal‘ - zu Diebstahl an wirtschaftlich besser Gestellten führen. Darüber hinaus lässt die blosse Möglichkeit, selbst mittels einer Vielzahl von legislativen, judikativen oder exekutiven Funktionen und Ämtern auch an der Macht zu partizipieren den so essentiellen Widerstand gegen derlei Ungerechtigkeiten gegen Null sinken.

Diese Erklärung richtet sich insbesondere an jene Staaten, die mir deren sogenannte Souveränität unter Begriffen wie ‚Verfassung‘, ‚Gesetz‘, ‚Verordnung‘‚ ‚Marschbefehl‘, ‚amtliche Mitteilung‘ usw.  auferlegen wollen. Ich bin mir dabei als souveränes Individuum bewusst, dass die Unterwerfung unter einen Staat, zu welchem ich nicht meine Zustimmung gegeben habe, allenfalls weniger Kosten bzw. mehr Nutzen schafft, als wenn ich im Sinne einer Souveränitätsideologie meiner eigenen Souveränität immer und unter allen Umständen den Vorrang geben würde. Obwohl ich dies explizit nicht tue, sehe ich mich veranlasst, diesen von mir bis dato verfolgten Weg einer geduldeten Unterdrückung zu verlassen, weil die Kosten in mannigfacher Form ausufern wie zum Beispiel: Verletzungen meiner Menschenwürde durch zunehmenden Zwang; markant wachsende Einschränkungen der Verfügungsgewalt über mein Eigentum; Unterstellungen bezüglich der Unfähigkeit für mich und meine Gesundheit sorgen zu können; offenes Misstrauen, dass ich für mich und mein Eigentum in ehrlicher und redlicher Absicht besorgt sein kann; wachsender administrativer und juristischer Aufwand, den unüberblickbar gewordenen Rechtsnormen und der Anforderung des ‚gläsernen Bürgers‘ zu genügen; permanente und wachsende Gefahr der Kriminalisierung durch unmenschlich unüberblickbar gewordene Rechtsnormen; offener Diebstahl meines Eigentums unter Androhung von Gewalt - und anderes mehr - während der mögliche Nutzen in mannigfacher Form stetig abnimmt wie zum Beispiel: der Schutz von mir und meinem Eigentum durch laufend ändernde Rechtssetzung und der daraus folgenden Rechtsunsicherheit; die zunehmende Widersprüchlichkeit der ausufernden Anzahl von Rechtsnormen mit der Folge der sich häufenden Rechtsstreitigkeiten und der Verschleppung und Überforderung der eigentlichen Rechtsprechung; offene Verletzung des Prinzips der Gewaltenteilung durch Monopolisierung der Gerichtsbarkeit, Verletzung grundlegender Prinzipien der Unabhängigkeit durch Rechtsprechung in eigener Sache und Rechtssetzung durch die exekutive Verwaltung; zunehmende Abhörung und Überwachung; offenes und wachsendes Misstrauen gegenüber mir als Bürger und Person bis zum sogenanntem ‚automatischen Informationsaustausch mit fremden Staaten‘ bezüglich meiner Bankdaten; ökonomische Anreizsetzung und Einlass von sogenannten Flüchtlingen mit der Folge der Destabilisierung von Ruhe und Ordnung – und anderes mehr. Es bestehen auch keinerlei Perspektiven auf eine Besserung dieser Schieflage; der verantwortungslose, verschwenderische Umgang mit den von Bürgern geleisteten Steuerzahlungen, die Begünstigung des Unerwünschten unter dem scheinbar schönen Begriff „Sozialkosten“ und Belastung des Erwünschten durch progressive Besteuerung gipfelt in der Entmutigung der Guten und Starken und in hoher Staatsverschuldung. Ein Ende des Armut erzeugenden Staatswachstums ist nicht erkennbar. Trotz alleine meiner Dutzenden von Millionen an Beiträgen ist die Verschuldung ohne meine Zustimmung soweit gestiegen, dass hier auch der Fall von ungetreuer Geschäftsführung vorliegt, für den ich nicht als Bürge(r) walten kann und will.

Die von mir lange angenommene wohlwollende Tyrannei ist einer bösen Tyrannei gewichen, welche gegenüber den Staatsangehörigen Zwänge und Abhängigkeiten schaffen, die dieselben Züge der Sklaverei aufweist, wie jene, die seit langem schon als verboten und abgeschafft gilt.

Ich erkläre mich hiermit auch als sittlich-geistiger, vernunft- und sprachbegabter Mensch, der gar nicht Mitglied einer solchen unvernünftigen, lügenhaften, stehlenden und den Menschen zu Missbrauch und Diebstahl verführenden, unsittlich agierenden Vereinigung genannt ‚Staat‘ sein kann – ein Staat, der sich seinerseits immer mehr undurchsichtigen, fremden Einflüssen unterwirft, sich in zweifelhaften Mitgliedschaften übergeordneter, globaler Institutionen verstrickt, welche lang gehegte eigene Traditionen des Schutzes des Individuums wie es  z.B. das Bankgeheimnis ist, in kurzer Zeit zur Abschaffung bringen.

In meiner Ausrichtung an meinem Gewissen und am Guten stelle ich keine Bedrohung für andere dar und verzichte auf das Recht des sogenannten Rechtsstaates, welches - wie es von einem Monopol zu erwarten ist - immer schlechtere Gesetze mit immer höheren Kostenfolgen hervorbringt. Dieses sogenannte ‚Recht‘ wird von den anderen unter spezifischen Prämissen und Vorgehensweisen geschaffen und immer unverhohlener zur Unterdrückung der Mitglieder dieser Staaten eingesetzt. Es stellt dieser geschriebene Buchstabe letztlich eine Fiktion dar, welche durch die Rechtssetzung auch wieder verändert werden kann und tatsächlich zu töten vermag und es auch tut. Ich hingegen trete bewusst ein in das überpositive Recht oder Naturrecht, in welchem die Normen des Zusammenlebens einen ewigen Charakter haben, wie dem Verbot, sich am Eigentum anderer zu vergreifen und gelten, ohne geschrieben sein zu müssen. Dieses Naturrecht oder A-Priori-Recht ist Grundlage jeglichen gewaltfreien und friedlichen Zusammenlebens von Menschen, galt schon mindestens seit der Aufzeichnung des Denkens antiker Philosophen wie Heraklit, Sokrates, Aristoteles und steht in enger Verwandtschaft mit den Menschenrechten.

Hiermit habe ich als souveränes Individuum und als geistig sittlicher Mensch, mit dem mir angeborenen freien und selbstbestimmten Wesen als mein eigener Richter über die Angemessenheit und Nützlichkeit einer etwaigen Mitgliedschaft in Organisationen wie ‚Staaten‘ gewaltet und mein Urteil gesprochen. Ich schliesse dabei nicht aus, dass es Gemeinschaften gibt oder geben wird, die auf den Grundprinzipien einer natürlichen Ordnung aufgebaut sind oder aufbauen werden und bei welchen die Mitgliedschaft für mich eine Ehre darstellen könnte.

Ich lehne das Mafia-Prinzip ausdrücklich ab, welches besagt, dass ich ein Land zu verlassen habe, wenn es mir nicht passt. Es sind vielmehr die Unterdrücker souveräner Individuen bzw. geistig sittlicher Menschen, die als Aussätzige zu betrachten sind und die ihre schädlichen Handlungen mit den immer sichtbarer werdenden Folgen unverzüglich zu unterlassen haben.

Ich akzeptiere keinerlei Gewalt oder Gewaltandrohung gegen mich und proklamiere ausdrücklich meinen souveränen Willen in Frieden zu leben, in Ruhe gelassen zu werden und andere in Ruhe zu lassen. Ich werde keinem anderen souveränen Individuum etwas antun, vor allem nicht solcher Art, von dem ich nicht will, dass es mir angetan werde. Menschen oder Organisationen, welches dieses Gegenseitigkeitsprinzip verletzen, indem sie z.B. nicht nur als Diebe von Eigentum, sondern auch als Diebe von Zeit auftreten, können von mir für den daraus entstehenden Schaden zur Verantwortung gezogen werden. Ich behalte mir vor, für den mir bis dato zugefügten Schaden entsprechende Ersatzleistungen einzufordern.

Verfasst in verschiedenen Ländern dieser Welt im September, 2015


Daniel Model